Heizungs­gesetz?
Kein Problem.

So geht zukunfts­sicher heizen

Hei­zungs­­ge­setz, CO2-Preis, kom­mu­na­le Wär­me­­pla­nung – die De­bat­te ist groß, die Ver­un­­si­che­rung auch

Mehr als 21 Mil­li­o­nen Hei­zun­gen sor­gen in Deutsch­land für ein war­mes Zu­hau­se. Ein gro­ßer Teil ist ver­al­tet und rund 75 Pro­zent lau­fen mit Gas oder Öl. Im Jahr 2025 lag der An­teil von Gas­­hei­zun­gen bei den Neu­an­­la­gen bei ca. 45 Pro­zent. Gleich­zei­tig wur­den nur 627.000 neue Heiz­­ge­rä­te ver­kauft – 50 Pro­zent we­ni­ger als im Jahr 2023, vor der Einführung des GEG.

Ein zen­tra­les Pro­blem: Po­li­ti­sche Vor­ga­ben und anhaltende Dis­kus­­si­o­nen in den Me­dien sor­gen für gro­ße Un­si­cher­­heit bei den Kun­den und füh­ren da­zu, dass Mo­der­ni­­sie­rungs­­ent­schei­­dun­gen ver­tagt wer­den.

Wir schaf­fen Orien­­tie­rung und zei­gen We­ge auf

Die gu­te Nach­richt ist: Es gibt si­che­re Lö­sun­gen. Und zwar mehr, als vie­le ver­mu­ten. Mit vier er­prob­ten Tech­no­­lo­gien lässt sich der Hei­zungs­tausch schon heu­te bei vie­len Kun­den rea­li­sie­ren – GEG-kon­form, wirt­schaft­lich sinn­voll und tech­nisch um­setz­bar.

Hier fin­den SHK-Fach­­be­trie­be und Ener­gie­­be­ra­ter wich­ti­ge In­for­ma­ti­o­nen, um ih­re Kun­din­nen und Kun­den über die Tech­nik hi­naus fun­diert und über­zeu­gend zu be­ra­ten.

Klar­­heit statt Un­si­cher­­heit: Was än­dert sich ei­gent­lich?

Die ak­tu­ell­e Re­gie­rung will das be­ste­hen­de Ge­bäu­de­ener­gie­ge­setz zum Ge­bäu­de­mo­der­ni­sie­rungs­ge­setz über­ar­bei­ten. Im Fe­bru­ar 2026 wur­den da­zu ers­te Eck­punk­te ver­öf­fent­licht. Der gro­ße Un­ter­schied liegt künf­tig in der neu­en Op­tion Gas- und Öl­kes­sel wei­ter ein­bau­en zu kön­nen und die­se über eine Bio-Trep­pe lang­sam kli­ma­neu­tral zu ma­chen.

Es han­delt sich da­bei nur um Eck­punk­te, den­noch zeich­net sich ab, dass das Nach­fol­ge­ge­setz wie­der mehr Wahl­frei­heit im Hei­zungs­kel­ler be­deu­tet und mehr Lö­sungs­op­ti­o­nen für die Kun­den bie­tet. Die auf die­ser Sei­te emp­foh­le­nen Mo­der­ni­sie­rungs­lö­sun­gen ha­ben wei­ter­hin Be­stand.

Für Be­stands­­ge­bäu­de hät­ten die Vor­ga­ben des GEG erst nach Ab­­schluss der kom­­mu­­na­len Wär­me­­pla­nung ge­grif­fen – in Städ­ten mit über 100.000 Ein­­woh­nern ab Juli 2026, in klei­ne­ren Kom­mu­nen ab Juli 2028.

So­wohl im Rah­men des ak­tu­ell gel­ten­den Ge­bäu­de­ener­gie­ge­set­zes so­wie des an­ge­kün­dig­ten Ge­bäu­de­mo­der­ni­sie­rungs­ge­set­zes sind kei­­ne wei­­te­ren Ver­schär­­fun­gen vor­ge­se­hen. Bis­her ge­set­zes­­kon­for­me Tech­no­­lo­gien blei­ben da­her auch künf­tig si­cher ein­setz­bar.

Tech­no­­lo­gie­­of­fen: Was wei­ter­hin mög­lich bleibt

Gas- und Hy­brid­­hei­zun­gen blei­ben wei­ter­hin er­laubt – sie dür­fen ein­ge­baut und re­pa­riert wer­den. Für Gas­hei­zun­gen be­steht ak­tu­ell die Pflicht sie ab 2029 mit 15 Pro­zent Bio­methan zu be­trei­ben. Nach der Über­ar­bei­tung zum GMG wird ab 2029 vo­raus­sicht­lich ein Ta­rif mit 10 Pro­zent Bio­methan ver­pflich­tend. Hö­he­re An­tei­le Bio­methan wer­den fol­gen und über eine Trep­pe in drei Stu­fen bis zum Jahr 2040 de­fi­niert.

Nur An­la­gen, die äl­ter als 30 Jah­re sind, müs­sen er­setzt wer­den. Wär­me­­pum­pen und Pel­let­­hei­zun­gen bin­den di­rekt er­neu­er­ba­re Ener­gien ein und sind des­halb oh­ne­hin als Er­fül­lungs­­op­ti­on ge­setzt. Die Be­ra­tungs­­pflicht beim Ein­bau von Öl- und Gas­­sys­te­men ist ak­tu­ell noch Pflicht, soll aber mit der Über­ar­bei­tung des Ge­set­zes ent­fal­len. Den­noch wird das SHK-Hand­werk als kom­pe­­ten­ter An­sprech­­part­ner ge­fragt blei­ben. Auch vie­le der Schorn­­stein­fe­ger sind ein­ge­tra­ge­ne Ener­gie­be­ra­ter und kön­nen hel­fen, den durch das GEG ent­stan­de­nen Stau auf­zu­lö­sen.

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Trotz der vie­len Dis­kus­si­o­nen sind die tech­ni­schen Lö­sun­gen längst ver­füg­bar. Vier er­prob­te Heiz­tech­no­lo­gien er­fül­len be­reits heu­te die ge­setz­li­chen Vor­ga­ben und bie­ten In­ves­ti­ti­ons­si­cher­heit für Haus­be­sit­ze­rin­nen und Haus­be­sit­zer.

Pelletheizung: nachwachsende Alternative

Diese CO2-neu­tra­le Heiz­lö­sung bie­tet eine ho­he Ver­sor­gungs­si­cher­heit und plan­ba­re Be­triebs­kos­ten – un­ab­hän­gig von schwan­ken­den Ener­gie­märk­ten. Be­son­ders im länd­li­chen Raum, wenn aus­rei­chend La­ger­flä­che zur Ver­fü­gung steht bspw. bei der Um­stel­lung einer Öl­hei­zung, sind sie eine at­trak­ti­ve Op­ti­on. Die Tech­nik ist aus­ge­reift, GEG- und künf­tig auch GMG-kon­form mit staat­li­cher För­de­rung. Zu­dem stam­men die Pel­lets meist aus hei­mi­scher Pro­duk­ti­on – ein Plus für die re­gi­o­na­le Wert­schöp­fung.

Wärmepumpe: umweltfreundliche Heizung

Sie gel­ten als Stan­dard im Neu­bau und in gut ge­dämm­ten Be­stands­ge­bäu­den. Sie nut­zen Um­welt­wär­me ef­fi­zient und er­rei­chen mit Öko­strom ma­xi­ma­len Kli­ma­nut­zen. In Kom­bi­na­tion mit Pho­­to­­vol­ta­ik und Strom­spei­cher lässt sich der Strom­be­darf für die Ge­rä­te deut­lich sen­ken und die Ver­sor­gung nach­hal­tig sta­bil ge­stal­ten. Von der ein­fa­chen Luft-Was­ser-Wär­me­pum­pe bis zur hoch­ef­fi­zien­ten So­le-Was­ser-Wär­me­pum­pe, der Staat un­ter­stützt den Um­stieg mit at­trak­ti­ven För­der­pro­gram­men. Der Fo­kus im Wär­me­markt wird auch künf­tig auf Wär­me­pum­pen blei­ben.

Gas-Heizung: zukunftssicher mit Biogas

Mo­der­ne Gas-Brenn­wert­sys­te­me sind und blei­ben er­laubt – vo­raus­ge­setzt, sie nut­zen ab 2029 schritt­wei­se mehr er­neu­er­ba­re Ga­se. Bio­gas ist be­reits heu­te gut ein­setz­bar, per­spek­ti­visch auch H2. Be­ste­hen­de Net­ze, Haus­an­schlüs­se und Ge­rä­te kön­nen wei­ter­hin ge­nutzt wer­den. Stu­dien zei­gen: Es wird deut­lich mehr Bio­gas ver­füg­bar sein, als für die Um­stel­lung von Gas­hei­zun­gen nö­tig ist. Für vie­le bleibt die Gas­hei­zung da­mit eine preis­wer­te und sinn­vol­le Lö­sung für die Mo­der­ni­sie­rung.

Hybridheizung: flexibel und ökonomisch

Be­son­ders im Ge­bäu­de­be­stand sind Hy­brid­hei­zun­gen aus Gas­hei­zung und Wär­me­pum­pe eine ef­fi­zien­te Lö­sung. Hier über­nimmt die Wär­me­pum­pe den Groß­teil der Heiz­last, wäh­rend die Gas­hei­zung in kal­ten Spit­zen­zei­ten fle­xi­bel zu­ge­schal­tet wird. Auch vie­le vor­han­de­ne Gas-Brenn­wert­an­la­gen las­sen sich über ein Bei­stell­ge­rät zu ei­nem Hy­brid­sys­tem er­wei­tern. Hier sol­len künf­tig tech­ni­sche Auf­la­gen für die Fahr­wei­se der An­la­gen ent­fal­len. Das wird die Aus­le­gung ein­fa­cher ma­chen.

Hybridheizung: doppelt clever

Be­son­ders im Ge­bäu­de­be­stand sind Hy­brid­hei­zun­gen aus Gas­hei­zung und Wär­me­pum­pe eine ef­fi­zien­te Lö­sung. Hier über­nimmt die Wär­me­pum­pe den Groß­teil der Heiz­last, wäh­rend die Gas­hei­zung in kal­ten Spit­zen­zei­ten fle­xi­bel zu­ge­schal­tet wird. Auch vie­le vor­han­de­ne Gas-Brenn­wert­an­la­gen las­sen sich zu ei­nem Hy­brid­sys­tem er­wei­tern. Da­mit wird schritt­wei­ses Mo­der­ni­sie­ren mög­lich – an­ge­passt an den Sa­nie­rungs­stand des Ge­bäu­des und die fi­nan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten der Ei­gen­tü­mer.

Wärmepumpe: klimaschonend heizen

Sie gel­ten als Stan­dard im Neu­bau und in gut ge­dämm­ten Be­stands­ge­bäu­den. Sie nut­zen Um­welt­wär­me ef­fi­zient und er­rei­chen mit Öko­strom ma­xi­ma­len Kli­ma­nut­zen. In Kom­bi­na­tion mit Pho­­to­­vol­ta­ik und Strom­spei­cher lässt sich der Strom­be­darf für die Ge­rä­te deut­lich sen­ken und die Ver­sor­gung nach­hal­tig sta­bil ge­stal­ten. Von der ein­fa­chen Luft-Was­ser-Wär­me­pum­pe bis zur hoch­ef­fi­zien­ten So­le-Was­ser-Wär­me­pum­pe, der Staat un­ter­stützt den Um­stieg ak­tu­ell mit at­trak­ti­ven För­der­pro­gram­men.

Gas-Heizung: zukunftssicher mit Biogas

Mo­der­ne Gas-Brenn­wert­sys­te­me sind auch un­ter den neuen Vor­ga­ben er­laubt – vo­raus­ge­setzt, sie nut­zen ab 2029 schritt­wei­se mehr er­neu­er­ba­re Ga­se. Bio­gas ist be­reits heu­te gut ein­setz­bar, per­spek­ti­visch auch H2. Be­ste­hen­de Net­ze, Haus­an­schlüs­se und Ge­rä­te kön­nen wei­ter­hin ge­nutzt wer­den. Stu­dien zei­gen: In Deutsch­land wird deut­lich mehr Bio­gas ver­füg­bar sein, als für die Um­stel­lung von Gas­hei­zun­gen nö­tig ist. Für vie­le bleibt die Gas­hei­zung da­mit eine preis­wer­te und sinn­vol­le Lö­sung für die Mo­der­ni­sie­rung – oh­ne gro­ße bau­li­che Ein­grif­fe.

Pelletheizung: erneuerbare Alternative

Pel­let­hei­zun­gen bie­ten als CO2-neu­tra­le Heiz­lö­sung eine ho­he Ver­sor­gungs­si­cher­heit und plan­ba­re Be­triebs­kos­ten – un­ab­hän­gig von schwan­ken­den Ener­gie­märk­ten. Be­son­ders im länd­li­chen Raum, wenn aus­rei­chend La­ger­flä­che zur Ver­fü­gung steht bspw. bei der Um­stel­lung einer Öl­hei­zung, sind sie eine at­trak­ti­ve Op­ti­on. Die Tech­nik ist aus­ge­reift, GEG-kon­form und wird staat­lich ge­för­dert. Zu­dem stam­men die Pel­lets meist aus hei­mi­scher Pro­duk­ti­on – ein Plus für re­gi­o­na­le Wert­schöp­fung und Nach­hal­tig­keit.

CO2-Preis: Ein zusätzlicher Anreiz für klimafreundliche Lösungen

Ne­ben den ge­setz­li­chen Vor­ga­ben spielt auch der CO2-Preis eine Rol­le bei der Hei­zungs­wahl. Er ist heu­te be­reits Teil der Ener­gie­kos­ten für Erd­gas und Heiz­öl – und wird in den kom­men­den Jah­ren mo­de­rat stei­gen. Der­zeit liegt er in­ner­halb ei­nes Kor­ri­dors von 55 € bis 65 € pro Ton­ne. Für das Jahr 2030 prog­nos­ti­ziert die EU ei­nen Wert von 48–80€/t CO2. Das be­deu­tet: fos­si­le Ener­gien wer­den schritt­wei­se we­ni­ger at­trak­tiv, Ener­gie­spa­ren und Er­neu­er­ba­re ein­bin­den soll­ten da­her das Ziel sein.

Heiz­sys­te­me auf Ba­sis er­neu­er­ba­rer Ener­gien – wie Wär­me­pum­pen, Pel­lets oder stei­gen­de An­tei­le Bio­gas – sind von der CO2-Be­prei­sung aus­ge­nom­men. Das sorgt für Sta­bi­li­tät bei den Heiz­kos­ten und macht die Ent­schei­dung für kli­ma­freund­li­che Lö­sun­gen noch loh­nen­der.

Beratungspflicht: Klar informieren, rechtssicher beraten

Sta­tus Quo – die Pflicht soll nach künf­ti­gem Ge­bäu­de­mo­der­ni­sie­rungs­ge­setz ent­fal­len! Wir emp­feh­len na­tür­lich im­mer eine fach­li­che Be­ra­tung zum Heiz­sys­tem vom Profi.

Beim Ein­bau von Öl- und Gas­hei­zun­gen schreibt das GEG eine ver­pflich­ten­de Be­ra­tung vor. Für SHK-Be­trie­be be­deu­tet das: zu­sätz­li­chen Auf­wand – bei ohne­hin en­gen Ka­pa­zi­tä­ten und Un­si­cher­hei­ten. Denn was die be­tref­fen­de Kom­mu­ne in ih­rer Wär­me­pla­nung ver­ab­schie­den wird oder wie sich Strom-, Gas- und CO2-Prei­se ent­wi­ckeln wer­den, kann der Hand­wer­ker nicht wis­sen.
Hier fin­den Fach­be­trie­be fun­dier­te In­for­ma­ti­o­nen, pra­xis­taug­li­che Ar­gu­men­te und kla­re Fak­ten zu GEG-kon­for­men Heiz­tech­no­lo­gien. Ein­fach er­klärt, fach­lich be­last­bar und zi­tier­bar – da­mit Sie Ihre Kun­din­nen und Kun­den kom­pe­tent und si­cher be­ra­ten kön­nen.

Expertenthemen

Neue Gase

Sole-Wärmepumpe

Gasnetze

Mehrfamilienhäuser & Quartiere 

Häufig gestellte Fragen

Nein, nicht so­fort. Nur Hei­zun­gen, die äl­ter als 30 Jah­re sind, müs­sen aus­ge­tauscht wer­den. Die­se Aus­tausch­pflicht gibt es schon län­ger. Al­le funk­ti­o­nie­ren­den Hei­zun­gen dür­fen al­so wei­ter be­trie­ben und auch re­pa­riert wer­den.

Es dür­fen wei­ter­hin alle Heiz­sys­te­me ver­baut wer­den, die die ge­setz­li­chen GEG-Vor­ga­ben er­fül­len. Da­zu zäh­len Gas-Brenn­wert­hei­zun­gen mit 10-Prozent-Bei­mi­schung er­neu­er­ba­rer Ga­se ab 2029, Hy­brid­hei­zun­gen (Gas und Wär­me­pum­pe), Wär­me­pum­pen, Pel­let­hei­zun­gen, Brenn­stoff­zel­len so­wie Nah- und Fern­wär­me­an­schlüs­se.

Wich­tig: Aktuell gilt das GEG und damit auch noch die 65-Pro­zent-Er­neu­er­ba­re-Re­gel im Neu­bau. Im Ge­bäu­de­be­stand grei­fen die Vor­ga­ben erst nach Vor­lie­gen der kom­mu­na­len Wär­me­pla­nung. Nach Über­ar­bei­tung des Ge­set­zes wer­den die­se Re­geln vo­raus­sicht­lich ent­fal­len. 

Fällt eine Hei­zung aus und kann nicht mehr re­pa­riert wer­den, gel­ten Über­gangs­fris­ten: Für Ein- und Zwei­fa­mi­lien­häu­ser 5 Jah­re, für Gas­eta­gen­hei­zun­gen in Mehr­fa­mi­lien­häu­sern 8 Jah­re, bei ge­plan­tem Fern­wär­me­an­schluss 10 Jah­re. In die­ser Zeit darf noch mit her­kömm­li­cher Tech­nik wei­ter­ge­heizt wer­den.

Die Be­ra­tung darf von SHK-Hand­wer­kern, Ener­gie­be­ra­tern oder Schorn­stein­fe­gern über­nom­men wer­den. Für Fach­hand­wer­ker ist das eine ech­te Chan­ce, Kun­den um­fas­send zu be­ra­ten und di­rekt pas­sen­de Lö­sun­gen an­zu­bie­ten.

Be­ach­te: Die­se Re­gel wird nach In­kraft­tre­ten des Ge­bäu­de­mo­der­ni­sie­rungs­ge­set­zes vo­raus­sicht­lich ent­fal­len.

In Städ­ten mit mehr als 100.000 Ein­woh­nern spä­tes­tens ab Mit­te 2026, in klei­ne­ren Kom­mu­nen ab Mit­te 2028. Erst da­nach gilt die ver­pflich­ten­de 65-Pro­zent-Er­neu­er­ba­re-Vor­ga­be für den Be­stand.

Ja: Das Bio­gas-Po­ten­zi­al in Deutsch­land ist um ein Viel­fa­ches grö­ßer als der Be­darf für den Wär­me­markt. Bis 2035 bräuch­ten wir bei 500.000 Hei­zungs­mo­der­ni­sie­run­gen von Gas zu Gas mit 65 % Bio­gas und 50.000 Neu­bau­ten pro Jahr in Sum­me ca. 45 TWh Bio­gas. Das in­län­di­sche Po­ten­zi­al liegt bei 110 bis 180 TWH in 2035. Es be­steht al­so kei­ne Knapp­heit. Auch die neuen Vor­ga­ben der Bio­trep­pe stel­len kein Prob­lem für die Po­ten­zi­a­le von Bio­methan dar. Im­por­te wür­den den Markt zu­sätz­lich ent­las­ten und die Prei­se sen­ken. Zu­dem ist der Bio­gas-Aus­bau ein eu­ro­pä­i­sches Ziel, es wur­de mit dem RePower EU-Pro­gramm ein Aus­bau­ziel von 350 TWh bis 2030 de­fi­niert.

Bio­gas lässt sich oh­ne gro­ße Um­bau­ten di­rekt in den be­ste­hen­den Gas­net­zen nut­zen. Es ist che­misch iden­tisch zu Erd­gas, aber kli­ma­scho­nend. Da­durch kön­nen be­ste­hen­de Gas­hei­zun­gen ein­fach auf Bio­gas um­ge­stellt wer­den. Ge­bäu­de müs­sen da­für nicht auf­wen­dig um­ge­baut wer­den. Das macht Bio­gas zur idea­len Lö­sung, wenn eine Wär­me­pum­pe we­gen der Bau­sub­stanz oder In­fra­struk­tur an Gren­zen stößt.

Bio­gas ist heu­te ca. 30 % teu­rer als Erd­gas, un­ter­liegt aber nicht dem CO2-Preis, da­her braucht der Kun­de auf den Bio­gas­an­teil kei­nen CO2-Preis zah­len. Steigt der CO2-Preis sinkt der Preis­ab­stand zwi­schen Bio­gas und Erd­gas. Das spricht für einen stei­gen­den Bio­gas­an­teil.

Der CO2-Preis ver­teuert fos­si­le Brenn­stof­fe wie Erd­gas und Heiz­öl schritt­wei­se. Ak­tu­ell liegt der Preis in einem Korridor von 55–65 Euro pro Tonne CO2, wird aber laut ak­tu­el­len Prog­no­sen bis 2035 auf 65 bis 100 Euro stei­gen. Je stär­ker al­so fos­si­le Ener­gie­trä­ger ein­ge­setzt wer­den, des­to hö­her fal­len die lau­fen­den Heiz­kos­ten für den Kun­den aus. Heiz­sys­te­me auf Ba­sis er­neu­er­ba­rer Ener­gien wie Wär­me­pum­pen, Pel­lets oder Bio­gas blei­ben von die­ser CO2-Be­prei­sung ver­schont und bie­ten da­mit lang­fris­tig sta­bi­le Kos­ten.

Die akute Gas­kri­se re­sul­tie­rend aus dem Krieg in der Ukra­ine ist über­­wun­­den, die Ver­­sor­gungs­la­ge hat sich sta­bi­li­siert und das An­ge­bot wächst wie­der. Durch die ak­tu­el­len Aus­ei­nan­der­set­zun­gen im Na­hen Os­ten rund um den Iran droht kei­ne un­mit­tel­ba­re glo­ba­le Öl- und Gas­man­gel­la­ge, aber das An­ge­bot an LNG auf den Welt­märk­ten ver­rin­gert sich. Wie sich die Prei­se wei­ter­ent­wi­ckeln wer­den, ist ak­tu­ell noch nicht ab­seh­bar – auch weil dies stark von der Dau­er des Kon­flikts ab­hän­gig ist. Beim Strom ist mit wei­­ter stei­­gen­den Kos­ten zu rech­nen, da der not­wen­di­ge Netz­aus­bau und die In­ves­ti­tionen in die In­fra­struk­tur er­heb­li­che Auf­wen­dun­gen ver­ur­sa­chen.
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